Was bedeutet für uns „Recht“?

Und wie hängt Recht mit Gerechtigkeit zusammen?
Oft wird das Recht mit Rechtswissenschaften gleichgesetzt, was wiederum häufig als Synonym für Jura und das juristische Arbeiten verwendet wird.
Aber ein „Recht“ an sich ist ein Grundbegriff; es bedeutet, dass im Rahmen einer Norm dem Einzelnen bestimmte Freiheiten und Möglichkeiten zugestanden werden, sofern sich dieser an die festgesetzten Regeln der Norm hält. Andernfalls droht ihm eine Sanktion - dann nämlich, wenn er ein Recht eines anderen beschneidet.

Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Recht - analysiert die Gesetze, hinterfragt die Normen, erforscht den höheren Sinn der rechtlichen Regelungen und bezieht dabei auch moralisch-/ ethische Überlegungen ein. Hier überschneidet sie sich mit der

Rechtsphilosophie, die sich verstärkt mit der philosophischen Perspektive des Rechts auseinandersetzt und dabei vor allem der Frage nach geht: Was ist gerecht? Wie passen Gerechtigkeit und Recht in der Gesellschaft zusammen? Wo wird Recht gesprochen, auch wenn es ungerecht ist?

Die Jurisprudenz schließlich arbeitet praktisch mit dem Recht - sei es als Verteidiger verletzter Rechte eines Einzelnen bzw. Kämpfer für das Zurückgewinnen eines Rechts (Anwalt); oder man versucht Recht abzuwägen, um (wenn auch oft nur eine relative) Gerechtigkeit zu erreichen (Richter).
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